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| von Emilia Schäfer

An Weihnachten ist für Hund und Katze Platz

Eine Ballade aus der Klasse 7

Die Schülerinnen und Schüler der 7. Klassen haben selbst Balladen geschrieben. Viel Spaß beim Lesen!

An Weihnachten ist für Hund und Katze Platz

Mein Name ist Hund, ich bin der Chef hier im Haus,

das 5. Weihnachten halte ich hier bereits aus.

Doch dieses Weihnachten, das könnt ihr mir glauben,

habe ich sicherlich noch lange vor Augen.

 

Es ist der 8. Dezember, ich lieg‘ gemütlich im Flur,

warum hängen dort so viele Päckchen an der Schnur?

Richtig, ein Adventskalender für die Kinder soll es sein,

doch warum bekomme ich niemals einen?

 

Das Telefon klingelt und Frauchen geht hin,

sie redet über einige Sachen.

Und am Ende sagt sie: „Können wir machen!“

Was hat das bloß für einen Sinn?

 

„Herbert“, ruft die Frau,

„zu Weihnachten bekommen wir Besuch von einer

Katze, ihr Fell ist grau.

Ihr Frauchen fliegt morgen nach Afrika,

sie bleibt über die Weihnachtstage da.“

 

Eine KATZE! Ich höre wohl schlecht,

das ist mir natürlich gar nicht recht!

Eine Katze, sowas kommt mir nicht ins Haus,

wenn die Katze hier bleibt, ziehe ich morgen aus!

 

Doch am nächsten Tag, es war ja klar,

ist die Katze natürlich da.

Warum muss sie überhaupt bei uns bleiben?

Frauchen könnte doch mal ans Tierhotel schreiben!

 

„Was bist du denn für einer?“,

fragt sie auch schon.

In einem hochnäsigen Ton,

dabei ist sie doch deutlich kleiner!

„Ich bin der Chef hier und heiße Hund“,

gebe ich ihr knurrend kund.

„Blödsinn, Katzen sind immer die Bestimmer!“

Geht es denn wirklich noch dümmer?

 

„Tiere, wir gehen zum Weihnachtsmarkt!

Benehmt euch und seid schön brav!“

Die Tür ist zu, kaum wurd‘s gesagt,

ob ich wohl mit der Katze kämpfen darf?

 

Plötzlich höre ich ein Geräusch,

ein leises Klicken, ein leises Klacken.

Es klingt, als lege sich jemand ins Zeug,

das Schloss der Türe aufzuknacken.

Die Katze hat es auch gehört

und wirkt plötzlich sehr verstört.

„Einbrecher! Was machen wir jetzt?“,

fragt sie und kommt zu mir gehetzt.

 

„Ich hab eine Idee, machst du mit?

Wir fangen den Einbrecher in einem Schritt!

Sicher will der die Geschenke klauen“,

sage ich und schleiche zum Weihnachtsbaum.

„Wir schleichen uns von hinten an,

ich beiße zu, so fest ich kann.

Du kratzt ihn, bis er Hilfe schreit,

wir sind die mutigsten Tiere weit und breit.“

 

Gesagt, getan, die Tür geht auf

und das Schicksal nimmt seinen Lauf.

Die Katze kratzt und faucht sehr laut,

der Einbrecher wild um sich haut.

Ich beiße zu, so fest es geht,

plötzlich Herrchen in der Türe steht.

Er ruft schnell die Polizei an,

sodass der Einbrecher nicht abhauen kann.

 

„Ihr seid unsere Helden“,

ruft Frauchen laut,

„unser Fest gerettet habt ihr auch.“

Da gebe ich ihr Recht,

denn es ist nicht schlecht.

Dieses Weihnachten werde ich nie vergessen,

denn es gab ein sehr leckeres Essen.

Jetzt sage ich euch nur noch einen Satz:

An Weihnachten ist für Hund UND Katze Platz!

 

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