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| von Greta Fütz (Jahrgangsstufe 13)

DKMS Schulprojekt: Leben retten und fürs Leben lernen

111 Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte der Freiherr-vom-Stein-Schule Fulda übernehmen Verantwortung und registrieren sich als potenzielle Stammzellspendende

Unter dem Motto: „Dein Typ ist gefragt“ nahmen am 05.02.2026 mehr als 100 Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte der Freiherr-vom-Stein-Schule an einem DKMS Schulprojekt teil. Hierbei handelt es sich um ein von der DKMS angebotenes Programm mit dem Ziel, junge Menschen ab 17 Jahren an Schulen für die Stammzellspende zu sensibilisieren und zur Registrierung als potenzielle Spender zu motivieren.

DKMS Schulprojekt: Leben retten und fürs Leben lernen

Mit der Teilnahme am DKMS Schulprojekt setzt die Freiherr-vom-Stein-Schule zum wiederholten Male ein Zeichen, übernimmt gesellschaftliche Verantwortung und schenkt Blutkrebspatientinnen und Patienten Hoffnung. In Deutschland erkrankt alle 12 Minuten ein Mensch an Blutkrebs, weltweit sogar alle 27 Sekunden. Im Laufe einer Schulstunde erhalten in Deutschland also etwa vier Menschen diese lebensbedrohliche Diagnose. Für viele Blutkrebspatientinnen und Patienten ist die Stammzellspende oft ihre einzige oder letzte Chance auf ein Weiterleben. Gibt es in der Familie kein passendes Match, so sind sie auf fremde Hilfe angewiesen.

Schulen haben bei der Gewinnung neuer Spenderinnen und Spender eine besonders wichtige Bedeutung

Entscheidend für den Erfolg einer Stammzelltransplantation ist vor allem der Grad der Übereinstimmung der Gewebemerkmale. Man kann sich besagte Merkmale vorstellen wie ein Muster auf der Zelloberfläche, anhand dessen das Immunsystem erkennt, ob eine Zelle zum Körper gehört oder vernichtet werden muss. Diese so genannten „Fingerabdrücke der Zellen“ müssen bei Spender und Patient möglichst identisch sein, um Abstoßreaktionen zu vermeiden. Junge Menschen sind hier besonders gefragt, da sie meist weniger Vorerkrankungen haben und insgesamt in einer besseren körperliche Verfassung sind als ältere Personen. Sie werden aus diesen Gründen von behandelnden Ärztinnen und Ärzten bevorzugt angefragt und stehen dem weltweiten Spendersuchlauf zudem länger zur Verfügung. Weiterhin sind die Heilungschancen auf Empfängerseite bei Spenden junger Menschen höher. „Das DKMS Schulprojekt ist ein wichtiger Beitrag im Einsatz für Patientinnen und Patienten rund um die Welt. In Schulen trifft man nicht nur hilfsbereiten Spendernachwuchs, sondern auch großartige Menschen unterschiedlichster Herkunft“, erläutert Andrea Autenrieth, Abteilungsleiterin der DKMS Spenderneugewinnung.

Im Rahmen der Veranstaltung wurden die Schülerinnen und Schüler zusätzlich in zwei Vorträgen von den DKMS-Volunteers Henning Baumann und Elisa Sonnen über das Thema Leukämie und die Stammzellspende aufgeklärt. Die Registrierung selbst dauerte keine zehn Minuten pro Person und erfolgte ganz einfach per Wangenschleimhautabstrich mit drei Wattestäbchen. Die Gewebemerkmale der Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte der Freiherr-vom-Stein-Schule werden nun im DKMS Life Science Lab in Dresden analysiert und anschließend für die weltweite Suche zur Verfügung gestellt. Kommt man dann tatsächlich für eine Stammzellspende infrage, so wird man von der DKMS informiert, nochmals ausführlich aufgeklärt und gewissenhaft betreut.

Indem sie Registrierungsorganisationen organisieren oder das Thema im Unterricht behandeln, übernehmen Schulen eine wichtige gesellschaftliche Verantwortung.

Die aktuelle DKMS Registrierungsaktion war bereits die dritte Veranstaltung dieser Art an der Freiherr-vom-Stein-Schule Fulda. Für dieses außergewöhnliche Engagement wurde das Gymnasium im Anschluss der Veranstaltung mit dem DKMS Schulsiegel ausgezeichnet. Insgesamt ließen sich bei den drei Schulaktionen nun bereits 370 Schülerinnen und Schüler und Lehrkräfte registrieren. Zwei von ihnen konnten inzwischen tatsächlich Stammzellen spenden und damit neue Lebenschancen schenken. Ein Ansporn für die Schülerinnen und Schüler, sich ebenfalls registrieren zu lassen, und für die FvSS, zukünftig noch viele weitere Registrierungsaktionen zu organisieren.

Schulleiter Dr. Ulf Brüdigam, der seit der ersten Typisierungsaktion registriert ist, freut sich über die Initiative der SV und hat sie gerne unterstützt. Er hält es für zentral, dass Schülerinnen und Schüler soziale Verantwortung übernehmen und auch bereit sind, anderen zu helfen.

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