| von Greta Fütz (13C)
Podiumsdiskussion: Generationen im Austausch über Gerechtigkeit und all ihre Facetten
Am 22. Januar 2026 versammelten sich die Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II der Freiherr-vom-Stein-Schule in der Aula ihres Gymnasiums, um sich gemeinsam eine Podiumsdiskussion anzusehen sowie im Anschluss selbst Teil dieser zu werden.
Als Gäste durfte die Steinschule für die Debatte Michael Brand (MdB, CDU), Omar Alkadamani (SPD) sowie Leon Igel (NZZ) auf der Bühne der Halle begrüßen.
Die Veranstaltung, moderiert durch Josephine Seibert und Erik Oldenburg aus der Jahrgangsstufe 13, drehte sich hierbei rund um das komplexe, bewegende und vor allem unsagbar aktuelle Thema „Generationengerechtigkeit“.
Nach einigen einleitenden Worten zum Gegenstand der folgenden Diskussion sowie einer Begrüßung der Debattierenden durch Schulleiter Herrn Dr. Brüdigam, übergab dieser an das Moderationsduo, welches die Podiumsdiskussion mit einer interaktiven Umfrage eröffnete. Nachdem die anwesenden Schülerinnen und Schüler per QR-Code auf die Frage „Von welchen Themenbereichen fühlst du dich als junger Mensch besonders betroffen?“ geantwortet hatten, zeigte sich anhand der Umfrageergebnisse auf einer Leinwand schnell, wie viele verschiedene Themen die Jugendlichen im Publikum zur Zeit bewegen: Krieg, Klimawandel, finanzielle Sicherheit, Extremismus, und viele mehr.
Daraufhin waren nun zum ersten Mal die Gäste gefragt, indem sie im Rahmen einer Vorstellungsrunde zu ihrem eigenen Verständnis von Generationengerechtigkeit Stellung nehmen sollten.
Im Anschluss leiteten die Moderierenden schließlich zum Themenblock „Persönliche Freiheit“, dem ersten der Podiumsdiskussion, über. Hierbei diskutierten die beiden Politiker und der Journalist zum Beispiel über den Klimawandel und Umweltaktivismus, wobei Leon Igel erklärte, die Klimabewegung, vorangetrieben durch viele junge Menschen, habe bereits viel bewegt. Auf die Frage hin, was lokal gegen den Klimawandel getan werden könne, antwortete Michael Brand, es bedürfe vorrangig Technologieoffenheit statt Restriktionen. Auch erklärte der CDU-Politiker, man müsste sich bewusste sein, dass in Bezug auf das Klima ihm zufolge schon viel erreicht worden sei, woraufhin Omar Alkadamani entgegnete, dass Einschränkungen zum Schutz der Umwelt nicht mehr abzuwenden seien.
Auch der nächste Abschnitt der Debatte zum Thema „finanzielle Freiheit“, sorgte für eine vielseitige Diskussion im Panel. Als das Moderationsteam die Gäste auf die gegenwärtig kritische Rentensituation, verursacht u.a. durch den demographischen Wandel, ansprache, gab sich Brand optimistisch und plädierte für „mehr Mut zur Zukunft“. Alkadamani hingegen wies darauf hin, dass die Jugend aktuell stark mit besagten bedrückenden Umständen zu kämpfen habe und die Politik in der Verantwortung stehe, sich dieser Zukunftssorgen aktiv anzunehmen.
Und auch die politische Mitbestimmung junger Menschen kam an diesem Vormittag nicht zu kurz. Innerhalb des Themenblocks „Partizipation“ unterhielten sich Gäste und Moderation darüber, wie man die Beteiligung an Politik und aktive Einflussnahme auf kommunale, nationale oder globale Entscheidungen für Schülerinnen und Schüler und junge Erwachsene attraktiver gestalten und erleichtern könnte. Ein gezeigtes Instagram-Reel des Kommunalpolitikers Benedikt Döllmann sollte darauf aufmerksam machen, dass auch Kommunalpolitik auf Social Media aufgearbeitet und jungen Menschen so näher gebracht werden sollte. Zum Abschluss des Themenblocks waren sich die drei Gäste schließlich einig und ermutigten alle anwesenden Lernenden, sich politisch und gesellschaftlich zu engagieren und so ihre eigene Zukunft mitzugestalten.
Bei einer Fragerunde unmittelbar im Anschluss der Podiumsdiskussion erhielt das Publikum schließlich die Möglichkeit, die Gäste mit diversen eigenen Fragen zu löchern. Viele Schülerinnen und Schüler nahmen ihren Mut zusammen und das Mikrofon in die Hand, um Brand, Alkadamani und Igel mit ihren ganz persönlichen Anliegen zu konfrontieren. Auf komplexe Fragen zu Themen wie Rente, Partizipation, Medien und Sicherheit, folgten umfangreiche Antworten, welche die Tür für viele weitere Debatten direkt im Anschluss der Veranstaltung, in der Pause oder im Unterricht öffneten.
Nach einer abschließenden Danksagung an die Gäste und Moderatorinnen und Moderatoren durch den Schulleiter der FvSS Fulda, machten sich die Oberstufenschülerinnen und -schüler, nun reich an neuen Impulsen zum Reflektieren, Analysieren und vor allem Diskutieren, wieder auf den Weg in ihren regulären Unterricht.






