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| von Marius Nüchter

School’s out forever – Das Kollegium der Freiherr-vom-Stein-Schule verabschiedet gleich vier verdiente Kollegen in den Ruhestand

Den „letzten Durchgang“ mit gewohnter Routine und alleine aufgrund der langjährigen Erfahrung und aufgebauter Expertise bestreiten? Inzwischen wissen wir, dass dies in jedem Fall keine zutreffende Beschreibung für den Abschluss des aktiven Dienstes der vier Pädagogen darstellen kann, die die Freiherr-vom-Stein-Schule zu Beginn der Sommerferien in den Ruhestand verabschieden musste.

Es war ganz sicher ein besonderes letztes Schuljahr: Lockdown, Homeschooling, Videokonferenzen und eLearning-Tools fassen in Schlagworten zusammen, welche neuen und umfassenden Herausforderungen das vergangene Schuljahr auch für diese Kollegen bereithielt. Dass die scheidenden Lehrkräfte dabei noch einmal so direkt mit der Erkenntnis „Man lernt nie aus!“ konfrontiert werden, hätten sie bestimmt nicht gedacht. So können sie allerdings sagen, dabeigewesen zu sein, als der digitale Unterricht quasi über Nacht zur notwendigen Norm wurde. Obgleich dieser Ansatz nur sehr kurzzeitig so absolut gelten musste, hat er doch den Blick auf Schule und Unterricht vor dem Hintergrund der Digitalisierung grundlegend verändert.

Schulleiter Dr. Ulf Brüdigam sowie Personalrat und Fachsprecher würdigten mit treffenden Worten die Verdienste der vier Pensionäre, die gemeinsam über 75 Jahre an der Freiherr-vom-Stein Schule gewirkt haben. Mit ihrem Engagement und ihrer pädagogischen Professionalität haben Sie die Entwicklung der Schule in dieser Zeit maßgeblich mitgestaltet.

Seit 12 Jahren unterrichtete Peter Born Politik und Wirtschaft, Geschichte und Geographie/Erdkunde am Stein-Gymnasium. Er fand den Weg in die Unterrichtsräume der Freiherr-vom-Stein-Schule über verschiedene Zwischenstationen. Als erfahrener Pädagoge mit einem breiten Tätigkeitshintergrund auch jenseits von Schule wurde Peter Born von der gesamten Schulgemeinde für seine verständnisvolle und hilfsbereite Art und einen stets den Schülerinnen und Schülern zugewandten Unterricht geschätzt. Zu seinen besonderen Tätigkeiten an der Freiherr-vom-Stein-Schule zählten etwa die Übernahme des Fachsprechers Geschichte, die Organisation der Berlin-Fahrt in der Oberstufe sowie die Anbahnung der Kooperation mit dem Biosphären-Reservat Rhön.

Ganze 29 Jahre war Gernot Bühl an der Freiherr-vom-Stein Schule als Mathematik- und Französischlehrer tätig. In dieser Zeit schaffte er es immer wieder, bei seinen Lernenden Interesse und Freude für seine Fächer zu wecken. Mit seiner eher ungewöhnlichen Fächerkombination war er dabei authentischer Ansprechpartner sowohl für die Ansprüche der Naturwissenschaften als auch der Sprachen. Während die Mathematik häufig als sehr formal und abstrakt wahrgenommen wird, bietet die Sprache Französisch oftmals sehr viel greifbarere Bezüge zu der Lebenswirklichkeit vieler Lernenden. Nicht nur sein Engagement beim Landerneau-Austausch zeigt, dass es Gernot Bühl immer wichtig war, für seine Schülerinnen und Schüler authentisches Lernen zu ermöglichen und zu motivieren.

Rainer Filipp war 15 Jahre lang als Lehrkraft an der Stein-Schule tätig. Von seinen drei Fächern Sport, Politik und Wirtschaft und Kunst brachte er vor allen Dingen die Kunst als schwerpunktmäßiges Wirken an der Schule ein. Als Fachvorsteher Kunst sowie durch die künstlerische Ausgestaltung des Schulhauses mit Schülerarbeiten hat er dieses Fach an der FvSS nachhaltig geprägt. Seine Schülerinnen und Schüler schätzten seinen lebhaften und heiteren Unterrichtsstil und eine lockere Art, die gleichzeitig aber auch keinen Zweifel daran ließ, dass es ihm in der Sache stets ernst war. Dem Kollegium wird insgesamt seine Kompetenz, sein Pragmatismus sowie ein Ansprechpartner mit einem hohen Maß an Hilfsbereitschaft fehlen.

Reinhard Schwab unterrichtete seit 2000 die Fächer Deutsch und Sport an der Freiherr-vom-Stein-Schule. In dieser Zeit hat er die Entwicklung der Schule maßgeblich mitgestaltet. Ausgezeichnet mit überdurchschnittlicher Einsatzfreude und Einsatzwillen hat er über den regulären Unterricht hinaus beispielsweise die mehrfach ausgezeichnete Schülerzeitung „Stein-Times“ betreut sowie Verantwortung in der Steuergruppe der Schule und bei der Ausgestaltung des Schulprogramms übernommen. Neben den direkten schulinternen Aufgaben hat Reinhard Schwab durch sein Engagement als übergeordneter Schulentwicklungsberater und als Vorsitzender des Gesamtpersonalrats jedoch auch deutliche Spuren im gesamten Schulamtsbezirk hinterlassen. Zu seinen vielfältigen Funktionen gehört nicht zuletzt die Übernahme des Landesvorsitzes des Hessischen Philologenverbandes, an dessen Spitze er im vergangenen November gewählt wurde und den er auch über seine aktive Zeit als Lehrer hinweg weiter ausführt.

Insgesamt war die Verabschiedungsfeier geprägt von einer gelungenen Mischung aus Dankbarkeit, Wehmut aber auch Freude. Fehlen wird der FvSS die offene und freundliche Art der scheidenden Kollegen. Dies gilt aus der Perspektive von Schulleitung und Kollegium aber insbesondere auch aus Sicht der Schülerinnen und Schüler. Die hervorragende fachliche Kompetenz, ihre empathischen Fähigkeiten sowie ihre Herzlichkeit und Verlässlichkeit haben sie bei der gesamten Schulgemeinschaft so beliebt gemacht.

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